Startseite

Demokratie

Razhaus Köln

Demokratie, was ist das?
Braucht man so etwas überhaupt? Oder geht es auch ohne?

Die da oben tun doch sowieso was sie wollen, ohne uns zu fragen, wozu dann noch Demokratie?

Verkürzt gesagt ist Demokratie die Herrschaft durch das Volk. So war die ganze Sache einmal angelegt. Das Volk wählte seine Abgeordneten, die es (das Volk) dann in ihrem Sinne führen sollte. Aus diesem Grunde wählte man aus deren Mitte die Besten und Intelligentesten aus. So war es einmal …

Alles ändert sich, auch die Bedeutung der Worte. Heute ist selbst die Erklärung in Wikipedia ein verklausulierter Wortlaut mit "Ja- und Aber-Einschränkungen" - politisch korrekt, aber sehr umständlich formuliert. Demokratie ist heute nicht mehr so einfach in zwei Worten zu erklären.

Man sagt, die Demokratie wurde in Griechenland erfunden. Aber das war schon eine Demokratie mit leichten Einschränkungen, da man für den Begriff "Volk" eine eigene Definition hatte. In der Folgezeit bis heute hat man immer und überall die Definition der Wörter "Volk, Führung, Regierung" usw. leicht modifiziert. Wer die Macht hatte, konnte auch Worte neu definieren.

Ja, wo in unserer heutigen Welt gibt es denn noch eine Demokratie mit der einfachen Auslegung "Alle Macht geht vom Volke aus"? Es ist gar nicht so einfach die Frage zu beantworten. Die Schweiz kann noch am ehesten von sich behaupten, dass alle Macht vom Volke ausgeht. Dieser Aussage werden viele von uns zustimmen.

Die Vereinigten Staaten von Amerika behaupten von sich eine gute Demokratie zu besitzen. Putin behauptet das auch von Russland. Beide Staaten haben Parlamente, gewählte Abgeordnete und führen freie Wahlen durch. In beiden Staaten gibt es aber auch starke Geheimdienste.

Jedes Land mit einem Parlament, das vielleicht auch noch Wahlen durchführt, bezeichnet seinen Staat als demokratisch. Von all diesen demokratischen Ländern wird der Begriff "Demokratie" ziemlich gedehnt. Der eine spricht von einer freien Demokratie, der andere von einer gelenkten Demokratie, von einer westlichen Demokratie, von einer Volks-Demokratie, Parteien-Demokratie usw.

Jeder Staatsmann bzw. Staatsfrau möchte ein demokratisches Land regieren. Hier werden die Begriffe mit Ergänzungen versehen und neu definiert.

Nun, Demokratie muss man wollen und bewusst unterstützen. Sie ist nicht immer leicht umzusetzen, sie macht unsagbar viel Arbeit, man muss sich kümmern. Sie ist auch schon mal sehr lästig und verlangt viel Engagement. Eine Demokratie bekommt man nicht umsonst.

Demokratie, um die man sich nicht kümmert, wird sich mit der Zeit - langsam aber sich - verabschieden. Das Schlimmste ist, man merkt es erst wenn sie schon verschwunden ist.

Persönlich habe ich das Gefühl, unsere Demokratie in Deutschland ist gerade auf seiner Abschiedstournee. Die wenigen, die noch zur Wahl gehen, sind weniger als die Hälfte unserer Bevölkerung. Für Politik und damit für unser Umfeld und unsere Zukunft interessiert sich nur noch ein Bruchteil.
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass unseren Volksvertretern das so recht ist. Am Ende geht niemand mehr zur Wahl und die zuletzt Gewählten regieren das Land weiter, bis ans Ende ihrer Tage.

Wollt ihr das?

Wenn ja, lasst alles wie es ist.
Wenn nein, mischt euch ein und geht wählen. Verändert das Land!

Albert / 20. August 2015
Foto: Treppe im techn. Rathaus Deutz / © A. Ackermann

|| © k-poll.de & koeln-poll.info 2004 - 2019 || Zuletzt aktualisiert am 28.01.2019 || || Seitenanfang ||