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Peter Franzen

* 1. Mai 1913 / † 20. Juli 2014 in Köln-Poll
Ein Poller Urgestein hat uns verlassen

In tiefer Trauer nehmen wir Abschied von unserem langjährigen Vereins- und Ehrenmitglied Peter Franzen, der uns am 20.07.2014 plötzlich und unerwartet im Alter von 81 Jahren für immer verlassen hat. Er hatte für alle immer ein großes Herz, der VfL hat einen unendlich liebevollen Menschen verloren. Es ist sicher kein Zufall, dass der Mann, der mehr als ein halbes Jahrhundert im und für den Verein aktiv war und den in Fußballkreisen alle nur "dä kleene Pitter" oder "die Äätz" nannten, in der VfL-Vereinshymne namentlich erwähnt wird.

Peter war das Mitglied im VfL, welches auf die zweitlängste Vereinszugehörigkeit zurück blicken konnte. Aufgrund einer bösen Sportverletzung musste er selbst früh seine aktive Karriere als trickreicher und schneller Stürmer beenden und wurde deshalb in jungen Jahren bereits Trainer. Diverse Jugend- und Seniorenmannschaften im Verein einschließlich einer Damenmannschaft sowie die Schlömer-AH, Peter hat sie alle trainiert und betreut. Darüber hinaus war er auch überaus konditionsstark, wenn es in die dritte Halbzeit ging.

Was Peter auch anpackte, es war von Erfolg gekrönt. Er feierte mit seinen Jugendmannschaften große Siege im Pokal, in der Meisterschaft und auch in international besetzten Turnieren. Besonders im Seniorenbereich gab es unvergessliche Siege und Erfolge. Hierzu zählten sicher der Aufstieg mit der Ersten 1971 in die damalige 1. Kreisklasse mit legendären Spielen vor äußerst großen Zuschauerzahlen auf den Poller Wiesen bzw. unserem Sportplatz. Im Pokal fehlte ihm und seiner Mannschaft leider nur ein Sieg, um mit dem VfL auf den Totoschein zu gelangen. Auch die Damenmannschaft wurde von ihm mit großer Begeisterung gecoacht. War im Seniorenbereich mal wieder Not am Mann, sprang Peter (obwohl schon im Trainerruhestand) kurzfristig ein, egal ob als Urlaubsvertretung oder bis zur Verpflichtung eines neuen Übungsleiters. Es ist eigentlich überflüssig zu erwähnen, dass er in dieser Zeit fast immer die maximale Punktausbeute erzielte. Er war sich auch nicht zu schade, auf seine alten Tage noch eine Vierte zu betreuen, die er tatsächlich zur Vizemeisterschaft geführt hat. Auch bei Spielen der Schlömer-AH zeigte er an der Seitenlinie oftmals mehr Einsatz als die Aktiven. Sein Credo bei Taktik, Anweisungen, Einstellungen, Korrekturen etc. war nie die Kritik im negativen Sinne, sondern der Ansporn, seine Spieler/innen zu verbessern und Fehler zu minimieren bzw. zu vermeiden. Peter hat speziell im taktischen Bereich eigene Ideen umgesetzt, die man rückblickend getrost als Visionen bezeichnen kann und im heutigen Profifußball wie selbstverständlich praktiziert werden (z.B. Doppel-6, Libero vor der Abwehr). Neben seinen Erfolgen war Peter vor allem: Ein feiner Kerl!

Der VfL sagt dem Mann, der zwar klein von Statur, aber als Trainer und Mensch ein absoluter Riese war, ganz schlicht, aber dafür um so herzlicher: Danke!!!

Wir alle werden unseren Peter, der große Teile unseres über 100-jährigen Vereinsbestehens entscheidend mit geprägt hat, in bester Erinnerung halten.

Quelle: Der Vorstand des VfL Rheingold 1912 Köln-Poll e.V. (Walter Krein) / Foto VfL Rheingold 1912 Köln-Poll e.V.

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