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St. Josef, unser Pfarrpatron

 St. Josef, unser Pfarrpatron  / © k-poll.de

Wer ist er eigentlich?

Eine Anfrage und eine persönliche Antwort. Hier ist sein Steckbrief

Geboren:
In Nazareth (Israel)

Herkunft:
Haus (Stamm) Davids

Beruf:
Zimmermann / Maurer

Familienstand:
Ledig; verlobt mit Maria, einem jüdischen Mädchen aus Nazareth; als "Nähr und Adoptivvater" von Jesus wurde ich betitelt, weil ich mich um Maria und das Kind gekümmert habe. Gott kam in unsere Welt und "bedienter" sich meiner.

Religion:
Jude

Besondere Kennzeichen:
Ca. 2 Jahre alt: im Beruf ausgelernt; keine eigene Werkstatt eröffnet. Kein Wort von mir, gleich ob mündlich oder schriftlich, ist überliefert. Ich war da, wenn ich gebraucht wurde. Ich half ohne Tamtam. In Traumen erfuhr ich Weisung von Gott und schöpfte Kraft und Hoffnung für die Zukunft, die meistens dunkel vor mir lag. Ich habe geglaubt, mich eingesetzt für Gottes Plan, für Maria und das Kind. Meine Träume setzte ich in Taten um. Ich war der Mann im Hintergrund. Die muß es auch geben, auch in der Kirche, in der viele oft nur den "Palst spielen".

Wichtige Stationen in meinem Leben:
Nazareth, Bethlehem, Ägypten, Jerusalem

Sterbetag:
Vor Beginn des öffentlichen Wirkens Jesu

Verehrung:
Viele Jahrhunderte wurde ich, der Schweiger, von der Kirche auch mit Schweigsamkeit bedacht. Im christlichen Osten rief man mich im fünften / sechsten Jahrhundert als den "Paten der Sterbenden" an. Bernhard von Clairvaux, Theresia von Avila (+1582) und Jesuitenpadres holten mich aus der Versenkung. Figuren und Heilligenbilder entstehen. 1714 wurde der 19. März zu meinem Gedenktag für die ganze Kirche vorgeschrieben. 1870 ernannte man mich zum "Patron der Kirche". Warum auch nicht.

Köln-Poll:
1864 haben die damaligen Poller ihre Kirche nach mir benannt. Übrigens etliche Kirchen, Krankenhäuser, Altenheime und Kindergärten (Kitas) benannten sich nach mir. Darüber habe ich mich gefreut, weil ich mir dachte, die "Stillen" in der Kirche sind doch nicht ganz abgehängt. In Poll tragen etliche Leute meinen Namen, wie ich vom Standesamt erfuhr, und das trotz Datenschutz. Allerdings sind die Eltern meistens Italiener oder Spanier. Was ist mit meinen Poller Kindern? Vor meinem Bild in Poll brennen regelmäßig Kerzen und viele von Euch haben mich schon in Sorgen um Beistand angerufen, drahtlos. Gerne helfe ich, wo ich helfen kann. Das wahr damals so im Heiligen Land und das soll auch in Poll so bleiben, dabei sollen die kleinen Leute, die "Stillen im Lande", die Frauen und Männer ohne Arbeit, die Fremden und Heimatlosen (siehe Ägypten bei mir) die Kranken, alten und sterbenden Leute, allerdings ein bisschen Vorfahrt haben. Einverstanden?
+ Johann Pütz, Pfarrer
Pfarrkurier 1989

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