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Sinti und Roma

Sinti und Roma kommen ursprünglich aus dem Nordwesten Indiens. Im 15. Jahrhundert wurden sie dort von islamischen Eroberern vertrieben und suchten Zuflucht in verschiedenen Regionen Europas. Heute leben die Sinti und Roma in drei großen Gruppen: die Roma in Osteuropa, die Sinti in Mittel- und Westeuropa und die Cale auf der Iberischen Halbinsel.

Das Wort "Zigeuner" tauchte im Mittelalter auf und lässt sich auf das Wort "Ziehgauner" zurückführen. Seit den siebziger Jahren kämpfen die Sinti und Roma in Deutschland dafür, dass der Begriff "Zigeuner" nicht mehr benutzt wird. Denn damit würden nur negative Bilder verbunden.

Die Doppelbezeichnung "Sinti und Roma" ist eine deutsche Besonderheit. "Roma" bedeutet in der Sprache Romanes "Mensch" und ist der Sammelbegriff für das gesamte Volk. Im deutschen Namen werden aber auch die Sinti erwähnt, um ihrem großen Anteil an der Volksgruppe Rechnung zu tragen. Grundsätzlich sind Sinti aber auch Roma, Roma aber eben nicht unbedingt Sinti.

"Antiziganismus" beschreibt den Rassismus gegen Roma und Sinti in Deutschland. Im Dritten Reich wurden Roma und Sinti von den Nationalsozialisten verfolgt und in Konzentrationslagern deportiert. Aus elf Ländern kamen 22 000 Sinti und Roma in das "Zigeunerlager" von Auschwitz, 10 000 von ihnen stammten aus Deutschland. Insgesamt sind von den Nazis etwa eine halbe Million Sinti und Roma ermordet worden.

Synagoe Synagoge Roonstraße

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger 2003 / Foto:Synagoe Synagoge Roonstraße / © Albert Ackermann

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