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Die nicht genehmigten Rodungen

 Am Schnellert / © k-poll.de

Deutsche Bahn stoppt landesweit Abholzungen bis zur Klärung der Rechtslage Die nicht genehmigten Rodungen der Deutschen Bundesbahn auf Kölner Stadtgebiet sind gestoppt. Die Untere Landschaftsbehörde beim Kölner Umweltamt hat per Ordnungsverfügung vom 14. März 2001 alle weiteren Rodungen untersagt. Bis zur Klärung der Rechtslage will die Deutsche Bahn AG alle weiteren Fällaufträge stoppen.

Die Deutsche Bahn AG hat in Köln an den Bahndämmen großflächige Rodungen vorgenommen, die nicht genehmigt waren. Die Kölner Bürger haben dieses mit Entsetzen beobachtet und Stadtverwaltung und Politiker darüber informiert. So hat der Bürgerverein Köln-Poll trotz der Karnevalstage die Öffentlichkeit umfassend alarmiert. Die fast täglichen neuen Meldungen über zahlreiche weitere Rodungen führten zu sofortigem Eingreifen der Unteren Landschaftsbehörde. So konnte im Bereich Humboldt/Gremberg die Rodungsarbeiten durch die Stadt noch gestoppt werden.  Am Schnellert / © k-poll.de

Insgesamt elf ungenehmigte Rodungsfälle hat das Amt inzwischen registriert. Da entgegen der schriftlichen Zusage der Deutschen Bahn AG vom 5. März 2001 weitere Rodungen erfolgten, wurden der Bahn per Ordnungsverfügung vom 14. März mit sofortiger Wirkung nunmehr alle weiteren Rodungen generell untersagt. Nunmehr stellten die Behörden fest, dass Köln kein Einzelfall darstellt. Zahlreiche Hinweise aus der Bürgerschaft zu gleich gelagerten Fällen auch außerhalb von Köln deckten auf, dass es ein offensichtlich landesweites Rodungsprogramm der Bahn gibt, das mit keiner Landschaftsbehörde abgestimmt ist. Zu der Einstellung aller Aufträge kam die Deutsche Bahn jedoch erst nach der Untersagungsverfügung der Kölner Behörde, einer entsprechenden Landtagsanfrage eines Kölner Abgeordneten (Marc Eumann) und der Intervention des Landesverkehrsministeriums.

Inzwischen hat sich auch das Landesumweltministerium der Sache angenommen. Über die Regierungspräsidenten wurden die Landschaftsbehörden aufgefordert, bei festgestellten Verstößen der Bahn die notwendigen Verwaltungsverfahren energisch durchzuführen.

Wie sich inzwischen herausstellte, hat die Bahn AG noch an zahlreichen weiteren Stellen in Köln gerodet, wie eine der Stadt Köln zugegangene Kartendarstellung der Bahn erkennen lässt. Die Behörde will ab Montag, 19. März 2001 dies intensiv überprüfen.

Quelle: Stadt Köln / Inge Schürmann ⋅ März 2003

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