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Ruine am Poller Kirchweg

Abfall, fehlende Gehwege, löchriger Straßenbelag. Bürger werfen der Verwaltung Untätigkeit vor.

Der Zustand am Poller Kirchweg treibt Egon Kusenberg die Tränen in die Augen. Das liegt am Sand, den der Wind hochwirbelt - Sand, der zusammen mit Unrat an der Ecke Poller Kirchweg / Am Schnellen abgekippt wird. Seit die Stadt vor Jahren die dortigen Schrebergärten gekündigt hatte und räumen ließ, vergammelt das Gelände buchstäblich. So jedenfalls sieht das Egon Kusenberg, der neben dem Grundstück zur Siegburger Straße hin ein modernes Bürogebäude errichtet hat, das sich bis zum Poller Kirchweg erstreckt.

Dieser ist auch ohne Müll nicht besonders ansehnlich. Der Straßenbelag ist löchrig, Gehwege sind praktisch nicht vorhanden. Nach mehreren Beschwerden Kusenbergs hat das Amt für Straßen und Verkehrstechnik nun die Besserung versprochen. Zur Zeit werde geprüft, ob die finanziellen Möglichkeiten eine Grundsanierung der Fahrbahn und des westlichen Gehweges oder nur einen Deckenüberzug zulassen. "Sollte eine Grundsanierung nicht finanzierbar sein, erfolgt noch in diesem Jahr der Deckenüberzug", versicherte Amtsleiter Klaus Harzendorf. Vor dem Weltjugendtag, zu dem im Sommer 2005 Hunderttausende nach Poll strömen werden, soll die Sanierung abgeschlossen sein.

Völlig verwahrlost ist dieses Haus am Poller Kirchweg, in dem Egon Kusenberg manchmal Kinder spielen Auch die Straße selbst ist in einem schlechten Zustand, beklagt der Anwohner. Was die Verschmutzung angeht, hat das Amt die Anlieger aufgefordert, entsprechend der Straßenreinigungssatzung Straßen und Gehwege selbstsauber zuhalten. Der Koordinator der Aktion "Saubere Stadt" verwies auf die Stadtservice-Teams.

Es ist jedoch nicht nur der Dreckhaufen, der Kusenberg stinkt. "Auf der Straße befinden sich einsturzgefährdete Häuser, in denen häufig Kinder spielen. Da reicht das Eltern haften für ihre Kinder Schild einfach nicht aus." Vor einem der ehemals schönen Bürohäuser liege sogar ein umgefahrener Lichtmast, aus dem blanke Kabel ragen.

Eigentümer dieser Grundstücke ist die Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK). Walter Kowalewsky, bei der HGK zuständig für die Vermietung und Verpachtung, bestätigt zwar den schlechten Zustand der Gebäude, verantwortlich dafür seien jedoch die Mieter und nicht die HGK. "Wir sind nur die Grundstückseigentümer", betonte er. Eines der Gebäude werde aber den entweder vom Mieter oder HGK saniert.

August 2004

  Bilder vom Poller Kirchweg

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