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Auf dem Bauernhof wieder fit gemacht

Erste ambulante Rehabilitation

Erfolgreiche Behandlung von Herzpatienten in heimischer Umgebung.
Strammen Schrittes geht es vorbei an Pferdeweiden, über kleine Pfade rund um einen idyllisch gelegenen alten Bauernhof in Poll. Doch die Männer und Frauen im Jogginganzug sind kein fröhliches Wandervölkchen, sondern Menschen, die an einer ambulanten Rehabilitation teilnehmen - in einem Gehöft, in dem sich das erste "Ambulant-kardiologische Rehabilitations-Zentrum" in Köln angesiedelt hat. Die beiden Initiatoren, die niedergelassenen Kardiologen Dr. Bernd Gysan (* 1956) und Dr. Rainer Heinzler (* 1958) begannen 1994 mit dem Projekt. Seit 1999 nun wird es von allen Kostenträger anerkannt. Vielen herzoperierten Patienten aus der Region, die auf eine Anschlussbehandlung nach einer Operation oder einem Infarkt angewiesen sind, wird damit die Reise in auswärtige Reha-Einrichtungen erspart. Die Verantwortlichen sprechen von guten Erfolgen, auch was die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit betrifft. Die beiden ärzte haben einen Plan umgesetzt, den schon vor Jahren der inzwischen verstorbene Chef des Instituts für Kreislaufforschung und Sportmedizin an der Deutschen Sportschule Köln, Professor Richard Rost, propagiert hatte: "Eine Reha nach einem Eingriff am Herzen in Wohnnähe kann sich manchen Betroffenen heilsamer auswirken, weil er in dem vertauten Umfeld bleibt"

Das bestätigt der 53 jähriger ein Geschäftsmann: "Ich bin zu Hause und kann in meinen Laden zwischendurch immer mal nach dem Rechten sehen. Das ist eine große Beruhigung". Er lässt sich nach seinem Herzinfarkt in dem Zentrum an der Rolshover Straße wieder fit machen. Es sind die Patienten des Herzzentrums der Kölner Uni-Klinik oder des Krankenhaus Porz am Rhein, die an der ambulanten Rehabilitation - meist dauert sie 5 Stunden täglich - teilnehmen.

ärzte, Sportlehrer, Psychologen und Ernährungsberater wirken zusammen. Die Patienten werden in zwei achtköpfige Gruppen betreut, von 9 - 14 Uhr und von 13 bis 18 Uhr. Dipl. Sportlehrerin Katrin Schmidt, gleichzeitig als Geschäftsführerin des Hauses tätig, setzt nicht zuletzt auf die betont ungezwungene, nicht klinische Atmosphäe. Die Chefärzte Gysan und Heinzler berichten, dass von ihren bisher 800 Reha-Patienten (im Jahr 2000) zwei drittel wieder arbeitsfähig sind.

Mit Spannung erwarten die beiden Kardiologen das Ergebnis einer 1997 begonnenen Studie zu Rehabilitationserfolgen, an der neben dem Kölner auch füüf weiteren Zentren beteiligt sind. Ausgewertet werden die Daten von Wissenschaftler der Deutschen Sporthochschule Köln. Das Resultat soll Ende 2000 vorgelegt werden.

November 2000
Kardiologische Gemeinschaftspraxis
Fachärzte für Kardiologie
Dr. med. Detlef Gysan
Dr. med. Rainer Heinzler
Dr. med. Erik May

Rolshover Straße 526
51105 Köln - Poll
Tel.: 0 221 / 83 20 11

  Prävention und Rehabilitation ⋅ PuR Köln e. V.
  Was ist eine ambulante Herzsportgruppe?

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